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letzte Änderung: 25. Juni 2017 
        


Schlenkerbienenliteratur

Hier gehts unten auf dieser Seite zu den Weisheiten über Bienen und Honig.
Und hier gehts unten auf dieser Seite zur Prosa.



Anakreon, 6. Jhd. v. Chr.

Eros, von einer Biene gestochen,
als er an einer Rose gerochen,
lief weinend in Venus’ Arme:
Liebe Mutter, ich sterbe, erbarme,
eine fliegende Schlange
biß mich schmerzhaft
in die Wange!



Vergil
aus „Georgica“, 20 v. Chr.

Sie legen Tränentau der Narzisse
Und Klebstoff der Rinde
Für die Waben als ersten Grund
Und von oben dann bauen
Zähes Wachs sie daran.



Shakespeare
aus König Heinrich der Fünfte

So tun die Honigbienen, Kreaturen
Die durch die Regel der Natur uns lehren
Zur Ordnung fügen ein bevölkert Reich -
Sie haben einen König und Beamte.



v. Goethe
Ein Blumenglöckchen

War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: –
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.



Heinrich Hoffmann v. Fallersleben
Die Bienen!

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zuleide,
flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!
Such in Blumen, such in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum!



Gottfried August Bürger
Ein Rätsel

Süß ist was ich schaffe,
stechend meine Waffe,
meine Höschen gelb wie Gold –
allen Blumen bin ich hold.



Gottfried August Bürger
An die Bienen

Wollt ihr wissen, holde Bienen,
Die ihr süße Beute liebt,
Wo es mehr, als hier im Grünen,
Honigreiche Blumen gibt?
Statt die tausend auszunippen,
Die euch Florens Milde beut,
Saugt aus Amaryllis’ Lippen
Aller tausend Süßigkeit.

Florens schöne Kinder rötet
Nur der Frühlingssonne Licht;
Amaryllis’ Blumen tötet
Auch der strenge Winter nicht.
Kurze Labung nur gewähret,
Was die Tochter Florens beut;
Aber kein Genuß verzehret
Amaryllis’ Süßigkeit.

Eins, nur eins sei euch geklaget!
Eh ihr auf dies Purpurrot
Eure seidnen Flügel waget,
Hört, ihr Lieben, was euch droht!
Ach, ein heißer Kuß hat neulich
Die Gefahr mir kund gemacht.
Nehmt die Flügel,
warn’ ich treulich,
Ja vor dieser Glut in acht!



Achim von Arnim / Clemens Brentano

Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Und rühre zwar die keuschen Blätter an,
Daher ich Thau und Honig schöpfen kann,
Doch lebt ihr Glanz und bleibet immer grüne,
Und also bin ich wohlgemüth,
Weil meine Rose blüht.
Die Rose blüht, Gott laß den Schein verziehen,
Damit die Zeit des Sommers langsam geht,
Und weder Frost noch andere Noth entsteht,
So wird mein Glück in dieser Rose blühen,
So klingt mein süßes Freuden-Lied:
Ach, meine Rose blüht!

Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen
Mit solcher Zier und Herzempfindlichkeit,
Daß auch mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
Mit keiner Blum im Garten liebzukosen,
Weil Alles, was man sonsten sieht,
In dieser Rose blüht.



Gotthold Ephraim Lessing
Die Biene

Als Amor in den goldnen Zeiten
Verliebt in Schäferlustbarkeiten
Auf bunten Blumenfeldern lief,
Da stach den kleinsten von den Göttern
Eine Biene, das in Rosenblättern,
Wo es sonst Honig holte, schlief.
Durch diesen Stich ward Amor klüger.
Der unerschöpfliche Betrüger
Sann einer neuen Kriegslist nach:
Er lauscht in Rosen und Violen;
Und kam ein Mädchen sie zu holen,
Flog er als Bien heraus, und stach.

 


Weisheiten

Bienen begleiten den Liebesgott Kama. [aus Indien]

Bienen, lebendig gewordene Tränen des Sonnengottes Ra. [aus Ägypten]

Honig: Quelle der Weisheit, Beredsamkeit und Dichtkunst. [aus Griechenland]

Bienen sind Vögel der Musen und Zeus ihr Bienenkönig. [aus Griechenland]

Die Biene ist der Geist, der sich mit dem Pollen der Erkenntnis berauscht. [Indianische Weisheit]

Iß Honig, und Du bleibst gesund. [Leitsatz der römischen Ärzte]

 


Prosa

Jesus Sirach sieht sie als Vorbild für Unscheinbarkeit, gepaart mit Erfolg (Sir 11,13). Der Bienenschwarm mit Honig, den Simson aus dem Kadaver eines Löwen holt (Ri 14,8-9), wird christlich als Sinnbild der Auferstehung von den Toten gedeutet. Als Kerzenwachs-Produzentin war die Biene wichtig für den Gottesdienst und wird deshalb heute noch in der katholischen Osternacht-Liturgie (Exultet) ausdrücklich genannt. Da man dachte, Bienen sammeln ihre Brut von den Blumen, sind sie auch Symbol für Jungfräulichkeit und Maria.


Ein Blatt im großen Buche der Schöpfung bildet auch die Biene, ein Blatt, das in freien Stunden unterhält, recht viele und schöne Lehren gibt und deßhalb den Menschen zu veredeln und seine Tage zu verschönern geeignet ist.     [„Bienen=Büchlein“ von Pfarrer Msgr. Sebastian Kneipp; Augsburg 1896]


Bild: Ambrosius – Klick zum Vergrößern Hl. Ambrosius (beg. 339 in Trier, gest. 397 in Mailand), Schutzpatron der Imker und Bienen, der Wachszieher, der Krämer, der Lebkuchenbäcker, der Haustiere und des Lernens.


Die Biene bzw. der Bienenkorb ist das Symbol folgender Heiligen:
Ambrosius (7.12.), Bernhard v. Clairvaux (20.8.), Johannes Chrysostomus (13.9.), Maria Mutter Jesu (8.12., 15.8.)


Die Alten der grauen Vorzeit betrachteten die Bienen als göttliche Wesen, indem sie glaubten, dieselben seien unmittelbar von den Göttern erzeugt worden; für uns Christen bietet diese Frage des Ursprunges der Biene keine Schwierigkeit, wissen wir ja, daß auch sie, wie alle Geschöpfe, aus der Hand des Allmächtigen hervorgegangen sind, erschaffen von Gott zum Nutzen und Segen der Menschheit.
Die Geschichte der Biene reicht so weit zurück, als die Menschheit existiert. Da, wo die ersten Menschen ihre erste Heimat besaßen, da hatten auch die Bienen ihre erste Heimstätte, nämlich im Paradiese.     [Schwabens Imkeralbum]

 

Bienenrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch:
§ 834. Haftung des Tieraufsehers. Wer für denjenigen, welcher ein Tier hält, die Führung der Aufsicht über das Tier durch Vertrag übernimmt, ist für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten in der im § 833 bezeichneten Weise zufügt. Die Verantwortlichkeit tritt nicht ein, wenn er bei der Führung der Aufsicht die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.
§ 961. Herrenloswerden eines Bienenschwarmes. Zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt.
§ 962. Verfolgungsrecht des Eigentümers. Der Eigentümer des Bienenschwarms darf bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten. Ist der Schwarm in eine fremde nicht besetzte Bienenwohnung eingezogen, so darf der Eigentümer des Schwarmes zum Zwecke des Einfangens die Wohnung öffnen und die Waben herausnehmen oder herausbrechen. Er hat den entstehenden Schaden zu ersetzen.
§ 963. Vereinigung von Bienenschwärmen. Vereinigen sich ausgezogene Bienenschwärme mehrerer Eigentümer, so werden die Eigentümer, welche ihre Schwärme verfolgt haben, Miteigentümer des eingefangenen Gesamtschwarmes; die Anteile bestimmen sich nach der Zahl der verfolgten Schwärme.
§ 964. Einzug in eine fremde besetzte Bienenwohnung. Ist ein Bienenschwarm in eine fremde besetzte Bienenwohnung eingezogen, so erstrecken sich das Eigentum und die sonstigen Rechte an den Bienen, mit denen die Wohnung besetzt war, auf den eingezogenen Schwarm. Das Eigentum und die sonstigen Rechte an dem eingezogenen Schwarm erlöschen.

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